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Geschichte der Region Atacama: Die Bergwerke von Chañarcillo

Ignacio Domeyko: Geschichte von Chañarcillo

Museo Virtual, Atacama
W. Griem, 2016 - 2017

Ignacio Domeyko

español / deutsch

Carta de la ubicación de Chañarcillo - Espinoza 1895

Karte: Espinoza (1895)

 Mina Santa Rosa de Chañarcillo

Foto: Bergwerk Santa Rosa von Chañarcillo

1) Das "quintal" ist nicht genau definiert   (1quintal= 46,0kg; 48,95kg; 43,3 kg zum Beispiel)

2) Ein "peso de plata" entspricht 27,46g

3) Ein "marco" sind 230,046g; demnach wurden 1833 insgesamt 23.000 kg Silber verarbeitet

Übersetzter Originaltext von Ignacio Domeyko; die physikalischen Einheiten und Ortsnamen wurden teilweise aktualisiert.; die physikalischen Einheiten und Ortsnamen wurden teilweise aktualisiert.

Siehe auch Beschreibung von KUNZ:
KUNZ, 1890: Chañarcillo

 

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 Literatur: Bergbau in Atacama, Ignacio Domeyko

Text von I.  Domeyko
DOMEYKO: Excursiones y Trabajos entre 1840-1873)

Original Text von Ignacio Domeyko:: Excursiones y Trabajos entre 1840-1873.
Chañarcillo - Domeyko beschreibt die Bergwerke in Chañarcillo (Atacama Wüste). Speziell die Geschichte und einige Mythen der frühen Entwicklung des Bergbaudistrikts.

Chañarcillo:

Die Lagerstätte Chañarcillo wurde 1831(*a) entdeckt. Der fast mittellose Bergbewohner (montañés) mit dem Namen Juan Godoy setzte sich während er auf Guanaco Jagd war unter  einen großen Stein um sich ein wenig im Schatten auszuruhen. Dieser befand sich genau an dem Ausstrich der Ganglagerstätte "Descubridora". Aufgrund der Hitze und eines gewissen metallischen Aussehens des anstehenden Gesteins begann er mit einem Messer am Fels zu kratzen und stellte erstaunt fest, dass das Gestein sich (wie er sich ausdrückte) wie Käse schneiden ließ. Er brachte eine Gesteinsprobe mit nach Copiapó wo es als "Silber-Blei" -  richtiger als "Plata Cornea" (AgCl - querargirita) erkannt wurde. Er bot die Hälfte seiner Lagerstätte Miguel Gallo an, einen der ältesten Bergleute der Region, welcher in seiner Jugend nie das Glück hatte eine gute Lagerstätte zu entdecken. Sie vereinbarten, das Gallo das nötige Geld zur Ausbeutung des Erzvorkommens auftreiben musste und das die Lagerstätte (el producto) zwischen Beiden aufgeteilt wird. Möglicherweise nur zufällig  bekam Gallo die weitaus bessere Hälfte des Ganges, und vom ersten Tag an förderte er eine beachtliche Menge Erz. Aber Godoy, wie alle Entdecker von Lagerstätten, hatte keine Muse abzuwarten, verführt durch die Hoffnung, weitere - noch bessere Minen zu finden, verkaufte er die Hälfte  die ihm gehörte zu 14.000 Pesos, verprasste das Geld und starb in bitterer Armut.

Die Nachricht der Entdeckung, zog schnell eine große Anzahl von Bergleuten an, die aus allen Bereichen nach Chañarcillo eilten. Die Ersten, die ähnliches Glück hatten wie Godoy, waren die Gebrüder Peralta Bolados, Besitzer eines kleinen Gehöftes im Copiapó-Tal und einer Herde von Eseln, mit denen sie Brennholz in die Stadt oder zu Fabriken brachten. Die beiden Brüder entdeckten diesen sagenhaften, stark mineralisierten Block von 3,2 Tonnen (70-80 quintales *1) Gewicht, oft "manto de Bolados" genannt. Der Abbau, der Transport und die Weiterverarbeitung waren so einfach und leicht durchzuführen, dass die armen Leute wenn auch völlig ohne Wissen und dem nötigen Kapital über  19 Tonnen (700.000 pesos de plata 2*) Silber abbauen konnten.

Übermütig durch den Erfolg, lebten sie in Saus und Braus und während sie ihren Reichtum in Copiapó verteilten, welches in dieser Epoche nur ein armes, wenig bevölkertes Dorf war, erschöpften sich plötzlich die Erzvorkommen. Einige Monate danach sah ich dieselben Brüder Peralta Boladas noch ärmer als vor ihrer großen Entdeckung, sogar ihre Esel hatten sie verloren, denn sie dachten dass sie diese nie mehr gebrauchen werden.
So war das Glück der ersten Entdecker der Minen von Chañarcillo. Aber schnell fielen die Besitzverhältnisse und die Ausbeutung der Bergwerke  in die Hände von  illustren industriellen Persönlichkeiten, die Silberproduktion stieg im Folgenden so stark an, dass 1833 aus den Schmelzöfen in Copiapó etwa 23 Tonnen Silber (100.000 "marcos" (Gewichtseinheit *3)) gewonnen werden konnten, von denen etwa 9/10 aus Chañarcillo stammten. Von nun an verminderten sich die Aktivitäten, bis  1838 die neu entdeckte Mine Colorada neuen Reichtum in den Sektor brachte. Dieses reanimierte die unternehmerischen Kräfte, und ab dieser Epoche arbeiteten 700 Bergleute unaufhörlich in Chañarcillo  in den umliegenden Bergen.

 

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http://www.gestionets.com/
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Literatur:
• Domeyko, I. (1903):
Jeología. – Tomo Quinto, edición oficial; Santiago de Chile (Imprenta Cervantes). (Sammlung W. Griem)

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© Dr. Wolfgang Griem, Chile
Veröffentlicht: 2006, Aktualisierung: 21.1.2016, 13.5.2017
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