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Geschichte der Geowissenschaften: Bergbau

Profil durch Kimberley (Treptow, 1900)

Historische Arbeiten
W.Griem, 2019
Profil der Diamanten-Lagerstätte von Kimberley

Geschichte der Geowissenschaften
Lagerstätten historisch

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Rammelsberg, Harz (Groddeck, 1879)
Rammelsberg, Profil (Treptow, 1900)
Profile Kohle von Kladno (Neumayr, 1897)
Comstock-Lode, Profil, Text (Neumayr, 1897)
Eureka Mine, Nevada USA (Neumayr, 1897)
Profil Kimberley (Treptow, 1900)
Bergbau in der Atacama-Wüste

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Biografien der Autoren
TREPTOW, E. (1900)

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Abbildung 348: Profil der Lagerstätte von Kimberley um 1890.
Seite 318.
Original-Größe: 12 cm x 9 cm

Heute: Big Hole - bei Kimberley in Südafrika - Die Grube ist seit einiger Zeit Geflutet.

TREPTOW, E. (1900): Bergbau einschließlich Steinbruchbetrieb und Edelsteingewinnung. - 396 Abbildungen y 6 Anhänge; Otto Spamer Verlag, Leipzig.
Sammlung W. Griem

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Es wurden von Treptow noch die alte - nicht metrische Karat Umrechnung benutzt: 205 Milligramm = 1 Karat. Heute, im metrischen System sind es 200 Milligramm für 1 Karat

1 m2 Gestein enthielt etwa 0,8 g Diamanten. Das bedeutet mindestens etwa 3,3 Tonnen Gestein. Also etwa 0,25 g auf eine Tonne.

Interessant ist die "natürliche" Form der Kimberlit - Aufbereitung. Es wurde anfangs ein künstlicher Verwitterungsprozess eingeleitet. In 6 Monaten war das Gestein dann recht zerkleinert.

Dudley Diamant

Abb. 362: Stern von Südafrika oder Dudley-Diamant.
Siehe alle wichtigen Diamanten
TREPTOW, E. (1900)

   



Die Abbildungen wurden digital Bearbeitet.  (W.Griem). Speziell die Schärfe, der Graustufenverlauf wurden modifiziert. Unebenheiten wurden beseitigt [Corel Photo Paint v 19]
Die Texte wurden fotographisch digitalisiert, mit ABBYY fine Reader v. 14 nachbearbeitet und mit OCR in ASCII konvertiert. Die Texte wurden den heutigen Rechtschreibregeln teilweise angeglichen.





 

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Ein geologisches Profil durch die Diamanten - Lagerstätte von Kimberley um 1890

Originaltext von Treptow, 1900: p. 315 - 318
Diamanten in Südafrika:


Von größtem Interesse und seit mehr als zwei Jahrzehnten maßgebend für die Weltproduktion sind die Diamanten Lagerstätten Südafrikas. Wie dies früher in anderen Diamanten Gebieten der Fall gewesen war, so wurden zuerst im Baalflusse, einem Nebenfluss des Oranje Fluss, hervorragend große Diamanten gefunden und zwar im Jahre 1867 der erste von 21 1/4 Karat im Jahre 1869 der später als Stern von Südafrika oder Dudley Diamant zur berühmte Berühmtheit gelangte 83 Karat schwere Stein.

Ein wahres Diamanten-Fieber entstand, man forschte genauer nach, und die Sande des Waal Flusses, die sogenannten River diggins, das heißt Fluss Gräbereien lieferten bald Steine in größeren Mengen. Im Jahre 1870 wurde auch in der Gegend des heutigen Kimberley in einem zersetztem eisenschüssigem Gestein dem „yellow ground“ gelbe Erde Diamanten entdeckt und diesen trocken Gräbereien der Name „dry diggins“ beigelegt. Die Diamanten saßen in einer Serpentinen ähnlichen Breccien-artigem, Kimberlit genannten Gestein, welches auch Bruchstücke der übrigen, die südafrikanischen Hochebenen zusammensetzen Gesteine, namentlich Sandsteine, schieftone und Konglomerate umschloss.

Nach und nach fand man an 7 Orten dieses diamantführende Gestein, wie sich später ergab in säuligen Stöcken von 25 bis 450 m im Durchmesser, die sich von der Umgebung als unbedeutende Boden Schwellungen abhoben. Der größte Teil derselben so namentlich Kimberley liegen liegt im Griqualand West, welches zur Kapkolonie gehört, einzelne Fundstätten liegen auch im benachbarten Oranje-Freistaat. Es begann die Tagebaue mit große die Diamanten wurden aus dem bröckligem Gestein ausgelesen.

Der Preis der verliehenen Grubenfelder welche nur klein waren, 9,5 m im Quadrat betrug ursprünglich 7, 5 Schilling, doch er stieg bald ins Ungemessene, sodass gegen das Ende der 70er Jahre einzelne dieser kleinen Grubenfelder mit über 100.000 Mark nach unserem Geld bezahlt wurden. Überall grub man rastlos weiter in die sich die Farbe des Gesteins zu ändern - begann es grau-blau wurde (blueground) prophezeiten viele das Aufhören der Diamanten Führung aber immer wieder fanden sich die edlen Gesteine, nur waren sie etwas schwerer von dem von der festen Gesteinsmasse zu trennen.

Damit war aber nunmehr der vollständige für die geologische Wissenschaft hochinteressante Beweis erbracht, dass hier zum ersten Mal mit voller Sicherheit das Vorkommen des Diamanten auf der ursprünglichen Lagerstätte, in einem eruptiven Gesteine vorliege. Man trug das blaue Gestein von den Tagebauen in die Umgebung und bereitete die die Massen auf gepflasterten Höfen aus, so dass sie unter dem Einfluss von Feuchtigkeit und Trockenheit, von Tages Wärme und Nacht-Kälte innerhalb der Zeit von drei bis sechs Monaten in Gruß zerfielen, aus denen nach flüchtigen Waschprozess die Diamanten ausgelegt werden konnten.

Bei der Massenproduktion der neuesten Zeit wurden größere Waschanlagen mit Sieb Einrichtung und Rundherden gebaut (vergleiche Abbildung 346). Übrigens hatten sich mit der Zeit als die reichsten Stöcke diejenigen von de Beers und von Kimberley erwiesen.

Beim Beginn der Gräbereien wurden für den Transport des Diamant haltigen Gesteins zwischen den einzelnen Grubenfelder Wege belassen (Abbildung 347) doch mit dem vertiefen der Tagebaue verloren diese Rippenartigen Gesteinsmassen den Halt und brachen nach und nach in sich zusammen, zum Teil wurden sie wohl auch wegen des Wertes der darin enthaltenen Diamanten abgebaut. Nunmehr bildet die Tagebaue eine große Pinge, und es entstanden bei dem hohen Werte des Rohprodukte durchaus mancherlei Schwierigkeiten, dass der Diamanthaltige Boden aus dem mehr in der Mitte gelegen im Gruben-Feldern über die Nachbar-Felder fortbefördert werden musste.

Wenn auch in einzelnen Fällen durch Anlage von hängenden Bahnen welche vom Rande (dem sogenannten Reef) der immer tiefer werden Tagebaue über die Nachbar Felder hinweg in die Tiefe führten (vergleiche nebenstehende Tafel), die hier raus erwachsenen Missstände beseitigt wurden, so brachte der Umstand, dass mit der Zeit von den Seiten erhebliche Gesteinsmassen samt den dort aufgestellten Baulichkeiten und Maschinen in die bis zu 60 m tief geworden im Tagebau abstürzten und die dort gelegenen Grubenfelder überdecken, für einen großen Teil der Unternehmer unhaltbare Zustände mit sich. Hierzu kam, dass sich die Überproduktion an Diamanten auf dem Weltmarkt de bereits fühlbar machte und einen Preisrückgang herbeiführte.

Aus allen diesen Gründen war es eine notwendige Folge der natürlichen Verhältnisse, dass eine Vereinigung des Grubenbesitzes angestrebt wurde, diese und damit der Übergang zum Großbetrieb vollzog sich verhältnismäßig schnell. Man musste nämlich im Jahre 1884, es war dies der einzige mögliche Weg, von dem bisherigen billigen Steinbruchbetrieb zum tiefbaubetrieb übergehen, der sehr bedeutendes Anlagekapital erfordert. Außerhalb des Diamantführenden Gesteins wurden Schächte abgeteuft von diesen aus in verschiedenen Sohlen Strecken in den Kimberlit getrieben und hier der Abbau eingeleitet (vergleiche Abbildung 348).

Im Jahre 1893 war man etwa bis 400 m tief eingedrungen, die de Beers Consolidated Mines hatten fast die gesamten Grubenfelder in ihrer Hand vereinigt und betrieben den nun wohlgeregelten Bergbau mit etwa 12.000 Arbeitern. Die Jahresproduktion beträgt jetzt etwa 3 Millonen Karat, und die bisherige Gesamtproduktion Südafrikas dürfte mehr als 60 Millionen Karat das sind über 12.000 kg Diamanten ergeben haben. 1 Kubikmeter gefördertes Gestein enthält im Durchschnitt etwa 4 Karat Diamanten, und das Karat rohe Diamanten hat einen Durchschnittswert von 21 Reichsmark, hierbei sind die größeren, welche sich gerade in Südafrika nicht so selten finden nicht mitgerechnet.

Diamanten und die Lagerstätte von Kimberley
Diamant als Mineral (Simonin, 1869)
Diamanten Seifen (Simonin, 1869)
Diamantenwäsche in Kimberley (Treptow, 1900)
Text: Diamanten (Treptow, 1900; p. 313)
Tagebau Kimberley (Treptow, 1900)
Diamanten Kimberley (Treptow)
Geologisches Profil von Kimberley - von Treptow, 1900
Text: Diamanten Kimberley (Treptow, 1900)
Bild des Cullinan Diamant (Walther, 1908)
Die berühmtesten Diamanten (Treptow, 1900)
Kimberley-Mine (Walther, 1908)

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Publiziert: 19.10.2019 / Aktualisiert: 19.10.2019
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